پروفسور داود غلام آزاد(*)
داوود غلام آزاد
(ترجمه از آلمانی با کمک هوش مصنوعی)
۱. مقدمه: چرا دموکراسی در ایران دشوار است؟
مشکل دموکراسی در ایران فقط به رژیم حاکم یا قوانین سیاسی مربوط نمیشود. ریشهٔ آن در شیوههای زندگی روزمره، در نوع کنترل اجتماعی و در الگوهای رفتاری و عاطفی ما نهفته است. جامعهای که بیشتر با ترس از نگاه دیگران اداره میشود، نمیتواند نهادهای پایدار دموکراتیک ایجاد کند.
۲. شرم و آبروداری: شکل غالب کنترل در فرهنگ ایرانی
در بسیاری از خانوادهها و روابط اجتماعی در ایران، معیار درست و نادرست بودن یک عمل، نه «مسئولیت» که نگاه دیگران است.
اگر دختری یا پسری کاری انجام دهد که باعث شود «آبروی خانواده برود»، بیشتر از خودِ عمل، این «بیآبرویی» مهم تلقی میشود.
در سیاست نیز همین منطق حاکم است: مسئولان جمهوری اسلامی کمتر خطای خود را میپذیرند، بلکه همهٔ تلاششان معطوف به حفظ ظاهر و آبرو است.
در چنین وضعی، شرم به احساس اصلی بدل میشود: آدمی نگران است رسوا شود، نه اینکه مسئولیت عمل خود را بپذیرد.
۳. گناه و وجدان: پایهٔ خودکنترلی و دموکراسی
در مسیرتکوین تمدنیت، جوامع بهتدریج از کنترل بیرونی به سمت کنترل درونی حرکت میکنند. اینجا بهجای شرم، احساس گناه و مسئولیت محور میشود:
فرد میداند که کارش خطا بوده، حتی اگر کسی متوجه نشده باشد.
چنین فردی میخواهد جبران کند، عذرخواهی کند و مسئولیت بپذیرد.
این ظرفیت همان چیزی است که دموکراسی بر آن بنا میشود: نهادهایی که بر پایهٔ پاسخگویی، شفافیت و پذیرش خطا شکل میگیرند.
مثال مقایسهای
در بسیاری از کشورهای دموکراتیک، یک وزیر در صورت رسوایی مالی یا اخلاقی، استعفا میدهد و مسئولیت میپذیرد. این نشانهٔ «بیآبرویی» نیست، بلکه نشانهٔ بلوغ سیاسی است.
در ایران اما، استعفا یا عذرخواهی معمولاً بهعنوان «رسوایی» و «بیآبرویی» تلقی میشود، نه بهعنوان یک عمل مسئولانه.
۴. رویارویی سه جریان در ایران امروز
اسلامگرایان: برای آنها سیاست بر محور آبرو و وفاداری است. منتقدان بلافاصله «خائن» یا «بیحیا» نامیده میشوند. اصل، حفظ ظاهر و تقدس نمادهاست.
سلطنتطلبان: هویتشان را به شاه و تاج گره میزنند. انتقاد از شاه مساوی بیحرمتی و بیآبرویی تلقی میشود.
جمهوریخواهان دموکرات: میکوشند فرهنگ پاسخگویی و مسئولیتپذیری بسازند. برای آنها مهم است که فرد یا نهاد بتواند خطا را بپذیرد، توضیح دهد و اصلاح کند.
۵. پیامدهای فرهنگی در زندگی روزمره
این تفاوتها را میتوان در عرصههای گوناگون دید:
مدرسه: دانشآموز بهخاطر ترس از «بیآبرویی» کمتر جرئت میکند سؤال بپرسد یا اشتباه کند.
خانواده: جوان نمیتواند آزادانه نظر دهد، چون مخالفت را «بیادبی» میدانند.
سیاست: نهادها بر اساس پنهانکاری و حفظ ظاهر عمل میکنند، نه بر اساس شفافیت.
۶. راه خروج: تغییر معیارها
برای حرکت بهسوی دموکراسی، جامعه باید از منطق شرم و آبروداری فاصله بگیرد و به سمت منطق مسئولیت و وجدان فردی حرکت کند.
این یعنی
• تغییر معیارهای فرهنگی: از «مردم چه میگویند؟» به «مسئولیت من چیست؟».
• پرورش فرهنگ عذرخواهی و جبران خطا: کسی که خطایش را میپذیرد، نباید رسوا شود، بلکه باید بهعنوان انسانی مسئول شناخته شود.
• ایجاد سازوکارهای پاسخگویی: شفافیت و مسئولیتپذیری باید اساس کار نهادهای سیاسی باشد، نه ترس از رسوایی.
۷. جمعبندی
دموکراسی در ایران تنها با تغییر رژیم سیاسی تحقق نمییابد، بلکه نیازمند تحولی مدنی است:
گذار از جامعهای که بر شرم و حفظ آبرو بنا شده،
به جامعهای که بر خودکنترلی، وجدان فردی و مسئولیتپذیری استوار است.
این تغییر همان نقطهای است که میتواند شکاف میان اسلامگرایان، سلطنتطلبان و دموکراتها را آشکار کند:
اولیها و دومیها در منطق شرم گرفتار ماندهاند،
سومیها میکوشند جامعه را به سمت وجدان، پاسخگویی و نهادهای دموکراتیک سوق دهند.
هانوفر، ۱۸ آگوست ۲۰۲۵
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واژهنامه (Glossar)
- اخلاق اصولگرا: عمل بر اساس وفاداری مطلق به اصل یا نماد، بیاعتنا به پیامدهای عملی.
- اخلاق مسئولیت پذیر: عمل بر اساس پیامدها، پذیرش مسئولیت نتایج تصمیمها.
- کنترل بیرونی: هدایت رفتار از طریق فشار و نگاه دیگران، بر پایهٔ شرم و ترس از بیآبرویی.
- کنترل درونی: هدایت رفتار از درون، بر پایهٔ وجدان و احساس تقصیر.
(*) داود غلام آزاد پروفسور باز نشسته رشته جامعه شناسی در دانشگاه هانوفر آلمان است. از ایشان نوشته ها و کتب متعددی در زمینه مشکلات دموکراسی در ایران موجود میباشد.
متن آلمانی نوشته:
Demokratisierung und Zivilisationsprozess: Vom Fremdkontrolle zur Selbstkontrolle
- Einleitung
Die Frage, warum Demokratisierung im Iran so schwer vorankommt, ist nicht nur politisch, sondern auch zivilisationstheoretisch zu beantworten. Gesellschaften verändern sich nicht nur durch Gesetze und Institutionen, sondern vor allem dadurch, wie Menschen lernen, ihre Gefühle, Impulse und ihr Verhalten zu steuern.
- Fremdkontrolle und Schamkultur
In frühen Gesellschaften – und auch in traditionellen, autoritären Ordnungen – dominiert die Fremdkontrolle. Menschen achten ständig darauf, wie andere sie sehen, und passen ihr Verhalten an, um „Gesicht“ und Ehre zu bewahren.
- Scham ist hier das zentrale Gefühl: Man fürchtet nicht in erster Linie, etwas Falsches getan zu haben, sondern vor allem, „ertappt“ oder „bloßgestellt“ zu werden.
- In Iran zeigt sich das bis heute in der Betonung von آبرو (Ehre, Ansehen): Ob in Familien, Nachbarschaften oder Politik – das Schlimmste ist der öffentliche Gesichtsverlust.
Politische Folge: Wer in einer Schamkultur lebt, wagt selten Kritik oder Selbstkritik. Führungspersonen versuchen, mit Symbolen und Inszenierungen ihr „Gesicht“ zu wahren – statt offen Verantwortung zu übernehmen.
- Selbstkontrolle und Schuldgefühl
Im Laufe des Zivilisationsprozesses verschiebt sich die Balance zwischen Fremdkontrolle und Selbstkontrolle.
- Menschen lernen, sich von innen heraus zu regulieren, nicht mehr nur durch äußeren Druck.
- Hier tritt das Schuldgefühl in den Vordergrund: Ich weiß selbst, dass ich falsch gehandelt habe, auch wenn niemand zusieht. Ich empfinde Verantwortung – und suche nach Wiedergutmachung.
Diese innere Gewissensbildung ist die Grundlage der Demokratie: Nur wenn Menschen gelernt haben, Fehler einzugestehen, Verantwortung zu übernehmen und aus Kritik zu lernen, können Institutionen entstehen, die auf Recht, Transparenz und Verantwortlichkeit beruhen.
- Iran zwischen Schamkultur und Demokratisierung
Iran befindet sich hier in einem Spannungsfeld:
- Royalisten binden ihre Identität an Symbole der Vergangenheit – Krone, Shah, nationale Größe. Für sie bedeutet Kritik am Monarchen oder an der Vergangenheit Schande. Das ist eine Verlängerung der Schamkultur: Loyalität gilt der Person, nicht dem Prinzip.
- Islamisten arbeiten mit denselben Mechanismen: Wer Kritik äußert, wird als „Verräter“ gebrandmarkt. Auch hier dominiert Scham und Angst vor öffentlicher Entwürdigung, nicht die Frage nach Wahrheit oder Verantwortung.
- Demokraten dagegen wollen die Balance verschieben: Weg von der Herrschaft der Scham, hin zu einer Kultur der Selbstkontrolle und Verantwortlichkeit. Für sie ist entscheidend, dass Institutionen nicht von der Angst vor Gesichtsverlust leben, sondern von der Fähigkeit, Fehler transparent zu machen und zu korrigieren.
- Konsequenzen für die Demokratisierung
Die Demokratisierung im Iran scheitert nicht allein an autoritären Eliten oder fehlenden Gesetzen – sie scheitert auch daran, dass ein großer Teil der Gesellschaft in der Logik der Schamkultur verhaftet bleibt.
- Solange Menschen Kritik als Angriff auf ihre Ehre statt als Chance zur Verbesserung empfinden, bleiben demokratische Institutionen schwach.
- Solange politische Führungen ihre Macht durch Symbolik und Inszenierung der „Unfehlbarkeit“ sichern, anstatt Verantwortung zu übernehmen, kann Vertrauen nicht entstehen.
- Schlüssel zur Überwindung
Der zivilisationstheoretische Schlüssel zur Demokratisierung lautet: Stärkung der Selbstkontrolle durch Gewissensbildung.
Das bedeutet:
- Kultureller Wandel– von „Was sagen die Leute?“ zu „Was ist meine Verantwortung?“.
- Politische Erziehung– Fehler einzugestehen muss nicht Schande, sondern Teil der Reifung sein.
- Institutionelle Praxis– nur Systeme, die Fehlbarkeit zulassen und Rechenschaft einfordern, können demokratisch stabil sein.
- Schlussfolgerung
Die Konflikte zwischen Islamisten, Royalisten und Demokraten spiegeln unterschiedliche Stufen der Zivilisationsprozesse wider.
- Islamisten und Royalisten verharren in der Schamkultur: Macht wird durch Fremdkontrolle, Inszenierung und Loyalität gesichert.
- Demokraten versuchen, Iran in eine Kultur der Schuld und Verantwortung zu führen: Nur dort können Rechtsstaat, Transparenz und Vertrauen wachsen.
Die Demokratisierung Irans ist deshalb nicht nur eine politische, sondern vor allem eine zivilisatorische Aufgabe: Der Übergang von einer Gesellschaft, die auf Scham und Gesichtsverlust reagiert, zu einer Gesellschaft, die durch Selbstkontrolle, Schuldbewusstsein und Verantwortung getragen wird.
Hannover, 16.08.2025
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